Reisemedizinische Beratung


Nicht überall ist Deutschland.

Die bequemen und einfachen Möglichkeiten durch die Welt zu reisen, lassen vergessen, dass der alte Satz "Andere Länder, andere Sitten" heute wie damals nichts an Gültigkeit verloren hat. Schon östlich von Österreich und südlich der Alpen lauern Gesundheitsgefahren, auf die wir und unser Immunsystem meist nicht vorbereitet sind. Deshalb ist es gut, sich rechtzeitig über sein Reiseland zu informieren und Vorsorge zu treffen.

 

Reisemedizinische Beratung erhalten Sie nach Voranmeldung in unserer Praxis

 

Die Beratung sollte mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt erfolgen, damit alle notwendigen Impfungen noch rechtzeitig gemacht werden können.

 

Wir benötigen dazu

  • Angaben über Ihr Reiseziel und die Reisebedingungen (Touristenhotels, Rundreisen, Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen). Dafür haben wir einen entsprechenden Fragebogen, der dann als Grundlage für das Beratungsgespräch verwendet werden kann.
  • Ihren Impfausweis

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist und Sie deshalb eine Rechnung nach GOÄ erhalten.

 

Viele Gesetzliche Kassen erstatten jedoch die Kosten für die Beratung und die Impfungen.

Aktuelle Informationen über Ihr Reiseland mit Reisewarnungen gibt es beim

Auswärtigen Amt unter Auswärtiges Amt - Reisewarnungen

 

Allgemeine Länderinformationen finden Sie unter Auswärtiges Amt / Reise- und Sicherheitshinweise A-Z


Lieferengpässe bei Impfstoffen

Sie betreffen die unterschiedlichsten Impfstoffe. Gerade bei Auslandreisen, für die eine Typhus- oder Gelbfieberimpfung notwendig ist,  kann eine Nichtimpfung zum Einreiseverbot führen oder zu einem erhöhten Krankheitsrisiko.

Deshalb ist eine frühzeitige Planung der Impfungen vor einer Reise erforderlich.


Medikamente bei Auslandsreisen I: Gesetzlich Krankenversicherte

Gesetzlich Krankenversicherte, die dauernd Medikamente einnehmen müssen, sollten Folgendes beachten:

  • Bei einer Reise, die nicht länger als drei Monate dauert, kann der Arzt den üblichen Quartalsbedarf für Ihr notwendiges Medikament verordnen.
  • Anders sieht es aus, wenn der Auslandsaufenthalt länger als drei Monate dauert. Eine entsprechend große Verordnung durch den Arzt auf Kassenrezept ist dann nicht zulässig und kann zu Regressforderungen der Krankenkasse an Ihren Arzt führen. Nach § 16 des Sozialgesetzbuches V ruht nämlich der Anspruch auf Leistungen für Sie als gesetzlich Versicherte/Versicherten grundsätzlich, wenn Sie sich im Ausland aufhalten.
  • Vor einer längeren Reise ins Ausland sollten Sie daher mit Ihrer Kasse abklären, wie die Verordnung im jeweiligen Reiseland für dieses Medikament geregelt ist und wie Sie es am Reiseort beziehen können.

Medikamente bei Auslandsreisen II: Medikamentenfälschungen

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte sich seinen Vorrat für die Dauer seiner Reise von zu Hause mitnehmen.

  • Im Ausland sind zwar viele Medikamente deutlich billiger als in Deutschland und oft auch ohne eine ärztliche Verordnung in der Apotheke frei käuflich
  • In vielen Ländern dieser Erde gibt es aber nicht die hohe Medikamentensicherheit wie in Deutschland. Medikamente werden oft gefälscht, jedes zweite Präparat kann eine Fälschung sein. Im günstigsten Fall enthält das gefälschte Medikament keinen Wirkstoff, im ungünstigsten Fall ist es giftig oder mit zusätzlichen Wirkstoffen "verunreinigt", was zu schweren Gesundheitsproblemen führen kann. Ein Krankenhausaufenthalt im Reiseland kann sich da schnell zu einem Alptraum entwickeln.